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FAZ

Die FAZ schreibt

Studienberaterin im Gespräch
„Viele kämpfen mit Einsamkeitsgefühlen“

Manchmal kommen Studenten an ihren neuen Studienorten erst mal nicht zurecht. Vorübergehendes Heimweh ist ganz normal. Eine Studienberaterin erklärt, was man dagegen tun kann.

 

Auf die naheliegende Lösung, in einer Buschenschaft aktiv zu werden, kommt sie nicht. Blöd.

 

 

 

 

 


17.7.17 16:03, kommentieren

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4.7.17 13:31, kommentieren

Unser 107. Stiftungsfest

Unser 107. Stiftungsfest!

Es war zwar kein voller Zehner oder Fünfer, der zu feiern war, aber für ein 107. war es einfach großartig, jedenfalls für mich als Fuxen, der ein solches Fest erstmalig als Aktiver miterleben durfte. Gewiß, hier und dort wird man noch Mängel festgestellt haben, aber diese wird es immer geben, und wir lernen daraus für spätere Stiftungsfeste. —
Das Fest begann mit dem Begrüßungsabend am Freitag, der schon sehr vielversprechend verlief. Manch' Gläschen Bier wurde geleert, manch' schönes Lied gesungen und vor allem von früheren Zeiten der Hannovera erzählt, was für uns junge Bundesbrüder besonders interessant war. Daher kam es, daß es kein Begrüßungsabend war, sondern eine Begrüßungsnacht; denn eine Ofenkneipe — zwar bei kaltem Ofen — fehlte auch nicht. Die Damen hatten wir — in weiser Voraussicht — in's Cafe Lipfert gesetzt, wo Frau Donner das Präsidium der angeregt und lebhaft über die neueste Mode klönenden Schar innehatte. Alle Damen aber hatten sicherlich schon bald ausgeschlafen, als wir so langsam daran dachten, unsere Kneipe vorerst einmal zu unterbrechen. —
Der folgende Morgen war mit einem Couleurbummel über die Weender kaum beendet, als wir uns nach einem vorzüglichen Mittagessen im Kreise mehrerer AHAH auf unserem Hause zu einem fröhlichen Gedankenaustausch zusammenfanden. Die sich daran anschließende Bundesversammlung zog sich bis zum Abend hin. Um 20.00 Uhr c. t. trafen wir uns dann — wie immer seit Kriegsende, aber in diesem Jahre wohl zum letzten Male — in der „Alten Fink" wieder, wo der Festkommers stattfand, auf dem AH Bickel eine sehr eindrucksvolle Rede hielt. — Der Kommers selbst nahm den bekannt würdigen und fröhlichen Verlauf.
Auf dem Wege vom Kommers nach Hause hielt unser guter Fuxmajor es noch für nützlich, ein Vollbad zu nehmen: er fiel nämlich der Länge nach in den Gänselieselbrunnen. Und das alles nur, weil er den Damen und uns mal zeigen wollte, wie man küßt (das Gänseliesel natürlich). Der Ärmste mußte dann am Sonntag im Ausgehanzug unseres augenblicklichen Hauswirtes aufs Tanzfest gehen.
Mit dem Tanzfest fand unser Stiftungsfest — nach einem Frühschoppen auf dem von Mützen übersäten Rathausplatz und einem gemeinsamen Mittagessen in der Junkernschänke — einen wirklich schönen Abschluß. Unser „Maitre de plaisier", Bbr. Hoffmann III, machte seine Sache so geschickt, schwungvoll und abwechslungsreich, daß — glaube ich — nie ein „toter Punkt" erreicht wurde, sondern jeder bis zuletzt „dabei war" und seinen Spaß und seine Freude hatte. Der Aktivitas lag das Ende allerdings viel zu früh, so daß sie sich entschloß, noch aufs Haus zu gehen und dort nach Schallplattenmusik bis fünf Uhr früh weiterzutanzen. —
Liebe Alte Herren! Wir jungen Füxe haben zum erstenmal ein Stiftungsfest miterleben dürfen, d. h. wir haben mit Euch zusammen, gefeiert und waren wirklich begeistert. Und gerade weil es uns so gut gefallen hat, haben wir nur eine große Bitte an Euch: Kommt noch öfter nach Göttingen.

Abuschmann 

28.6.17 12:16, kommentieren

Alter Herr der Burschenschaft Hannovera, Hermann Reuter

Hermann Reuter


Hermann Reuter wurde am 23. Oktober 1908 in Lübbecke/Westf. geboren. Seine Jugend verbrachte er mit seinen vier älteren Geschwistern in der Atmosphäre einer preußischen Beamtenfamilie, bis er nach dem Abitur in Bünde unserer Hannovera beitrat. In seiner „Georgia Augusta" verlebte er vier frohe Semester mit seiner Confuxia und den übrigen Bundesbrüdern, mit denen er sich bis zu seinem Tode eng verbunden fühlte. Mit Abschluß des zahnmedizinischen Physikums verließ er Göttingen; er ging zunächst nach Würzburg, dann nach Münster/Westf., wohin Max Six und ich vorausgegangen waren, um sich hier auf das Staatsexamen vorzubereiten. Dieses legte er Ende 1932 ab. 1933 promovierte er zum Dr. med. dent. In seinem Elternhaus ließ er sich als Zahnarzt nieder. 1936 heiratete er. Aus vollem Schaffen in seinem Beruf, dem er mit Leidenschaft ergeben war, führte ihn der Zweite Weltkrieg nach Rußland, wo er an einer septischen Mandelentzündung und einer Herzklappenentzündung erkrankte. Dadurch entging er zwar einer Gefangenschaft in Rußland, trug aber eine schwere Schädigung seines Herzens davon. Sie machte seinem Leben ein frühes Ende; er starb am 1. Juni 1964. Hermann Reuter war ein Mensch eigener Prägung mit einer Aufgeschlossenheit für viele Wissensgebiete, fachliche und schöngeistige. Seine besondere Vorliebe galt den Naturwissenschaften, insbesondere der Physik, der Chemie und Astro-Physik. Durch intensives Selbststudium hatte er sich darin ein Wissen angeeignet, das ihn selbst bei führenden Fachleuten zu einem interessanten Gesprächspartner machte. Mir ist eine lebendige und lange Unterhaltung an seinem Krankenbett besonders in Erinnerung, bei der es zunächst um die umwälzenden Folgen der Erkenntnis über die R. N. S. ging, also um ein Ergebnis der neuesten biochemischen Forschung und danach um die Heisenbergsche Weltformel. So wie ich ihn als Bundesbruder, Schwager und Freund schätzte, so wurde er auf Grund seiner Persönlichkeit in dem Kreis seiner vielen Patienten und Bekannten hoch geachtet. Mit vielen Mitgliedern der V.a.B. Lübbecke verband ihn eine innige Freundschaft. Wie hoch die Wertschätzung war, die ihm von allen Seiten entgegen bracht wurde, mag daraus hervorgehen, daß zu seiner Beisetzung neben vielen dankbaren Patienten und Freunden alle Mitglieder der V.a.B. und alle waffentragenden AHAH in Vollcouleur erschienen waren. Unser Bund war durch Six I, Scholz und mich vertreten. Nach meiner Grabrede gab ich unserem Bundesbruder Reuter Band und Mütze mit.

 

 


26.6.17 21:56, kommentieren

Alter Herr der Burschenschaft Hannovera, Paul Plass

Plass, Paul Wilhelm Heinrich Otto
geboren am 8.6.1880 in Hannover
Bruder von Hans Plass (SS 1894) und Otto Plass (SS 1897)
Dr. phil., Studienrat am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium Hannover 

Am 19. Juli 1958 verstarb in Hannover — 78 Jahre alt — unser lieber Bundesbruder Paul Plass, Studienrat i. R.. Im Sommersemester 1899 war er unserer Hannovera beigetreten, womit er dem Beispiel seiner älteren Brüder folgte, die einige Jahre zuvor bei uns aktiv geworden waren und die ihm — gleichfalls um einige Jahre — im Tode vorangegangen sind. Wie sie, so hat auch der nunmehr Verstorbene das grün-weiß-rote Band bis an sein Lebensende in Ehren getragen.
Nach Beendigung seines altsprachlichen Studiums in Göttingen und Marburg begann er im Jahre 1909 als junger Lehrer seine Tätigkeit am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in seiner Vaterstadt Hannover. Hier wirkte er — lediglich mit Unterbrechung durch den Weltkrieg 1914/18, an welchem er als Reserve-Offizier (zuletzt als Hauptmann) teilnahm — eine lange Reihe von Jahren, bis er 1943 durch ein schweres Hüftleiden gezwungen war, seinen Dienst aufzugeben. Seither lebte er — meist an das Zimmer gebunden — still und zurückgezogen in häuslicher Gemeinschaft mit einer verheirateten Tochter, nachdem er seine Gattin kurz nach dem 2. Weltkrieg durch den Tod verloren hatte.
Paul Plass gehörte — das soll hier ruhig gesagt werden — nicht zu denen, die ihrer Zugehörigkeit zu unserem Bund einen besonders deutlichen und sichtbaren Ausdruck zu verleihen wußten. Daran mag ihn einmal sein offensichtlich zurückhaltendes und nicht immer leicht zugängliches Wesen, dann aber auch — besonders in späteren Jahren — seine stark beeinträchtigte Gesundheit und mangelnde Beweglichkeit gehindert haben. Ich weiß aber, daß dennoch sein Herz stets warm für die Hannovera geschlagen hat. Bei den Unterhaltungen, die ich anläßlich meiner wiederholten Besuche in den letzten Jahren seines Lebens mit ihm führte, durfte ich das immer wieder feststellen. Auch er war einer der Unserem Wir wollen ihm über das Grab hinaus ein treues Gedenken bewahren!
H. 

26.6.17 18:26, kommentieren