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Alter Herr der Burschenschaft Hannovera, Hermann Reuter

Hermann Reuter


Hermann Reuter wurde am 23. Oktober 1908 in Lübbecke/Westf. geboren. Seine Jugend verbrachte er mit seinen vier älteren Geschwistern in der Atmosphäre einer preußischen Beamtenfamilie, bis er nach dem Abitur in Bünde unserer Hannovera beitrat. In seiner „Georgia Augusta" verlebte er vier frohe Semester mit seiner Confuxia und den übrigen Bundesbrüdern, mit denen er sich bis zu seinem Tode eng verbunden fühlte. Mit Abschluß des zahnmedizinischen Physikums verließ er Göttingen; er ging zunächst nach Würzburg, dann nach Münster/Westf., wohin Max Six und ich vorausgegangen waren, um sich hier auf das Staatsexamen vorzubereiten. Dieses legte er Ende 1932 ab. 1933 promovierte er zum Dr. med. dent. In seinem Elternhaus ließ er sich als Zahnarzt nieder. 1936 heiratete er. Aus vollem Schaffen in seinem Beruf, dem er mit Leidenschaft ergeben war, führte ihn der Zweite Weltkrieg nach Rußland, wo er an einer septischen Mandelentzündung und einer Herzklappenentzündung erkrankte. Dadurch entging er zwar einer Gefangenschaft in Rußland, trug aber eine schwere Schädigung seines Herzens davon. Sie machte seinem Leben ein frühes Ende; er starb am 1. Juni 1964. Hermann Reuter war ein Mensch eigener Prägung mit einer Aufgeschlossenheit für viele Wissensgebiete, fachliche und schöngeistige. Seine besondere Vorliebe galt den Naturwissenschaften, insbesondere der Physik, der Chemie und Astro-Physik. Durch intensives Selbststudium hatte er sich darin ein Wissen angeeignet, das ihn selbst bei führenden Fachleuten zu einem interessanten Gesprächspartner machte. Mir ist eine lebendige und lange Unterhaltung an seinem Krankenbett besonders in Erinnerung, bei der es zunächst um die umwälzenden Folgen der Erkenntnis über die R. N. S. ging, also um ein Ergebnis der neuesten biochemischen Forschung und danach um die Heisenbergsche Weltformel. So wie ich ihn als Bundesbruder, Schwager und Freund schätzte, so wurde er auf Grund seiner Persönlichkeit in dem Kreis seiner vielen Patienten und Bekannten hoch geachtet. Mit vielen Mitgliedern der V.a.B. Lübbecke verband ihn eine innige Freundschaft. Wie hoch die Wertschätzung war, die ihm von allen Seiten entgegen bracht wurde, mag daraus hervorgehen, daß zu seiner Beisetzung neben vielen dankbaren Patienten und Freunden alle Mitglieder der V.a.B. und alle waffentragenden AHAH in Vollcouleur erschienen waren. Unser Bund war durch Six I, Scholz und mich vertreten. Nach meiner Grabrede gab ich unserem Bundesbruder Reuter Band und Mütze mit.

 

 


26.6.17 21:56

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